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Ich liebe meine Familie und meine Vorfahren. Seit meiner Kindheit hat sich in Kilahu wenig verändert. Aber in Babala gibt es Neues. Wir verdanken es einem chinesischen Entwicklungsprojekt, daß jetzt eine
Eisenbahn in die Hauptstadt verkehrt - 1 Mal in der Woche. Die Straßen haben sich dagegen nicht verbessert. In der Regenzeit nutzt ein Auto nichts. Aber dem trotzend haben schon 12 Einwohner von Babala ein Automobil -
ich bin stolz dazuzugehören. Direkt am See wurde vor 10 Jahren ein Ferienzentrum gebaut. Fernreisende aus Europa kommen heute mit Neckermann zu uns. Viele Walaba verdienen nun dort ihr Geld. Durch das manchmal auch
schlechte Vorbild der Touristen sinken aber die Sitten und verarmen die Traditionen. Ich habe in meiner Praxis schon einige junge Frauen unseres Stammes behandeln müssen. Da ich aber selbst dem Wandel der Zeiten nicht
nur sehr zugewandt bin, sondern auch selbst helfe, das Neue zu fördern, gut zu heißen und zu vermitteln, erhebe ich keine Klage. Ich weiß noch aus meiner Zeit in Deutschland - ich war zunächst Student in der DDR, als es
zur Wiedervereinigung kam - daß man die Fluten nicht stoppen kann, Klug ist der Mann, der das Wasser lenkt statt es zu verfluchen. |